HagenPakt Sanierung

Hagen, 29.06.2026

HagenPakt 2026 - "Städtebauliche Zielkonzeption 2025" - wer steigt da noch durch?

Jetzt, wo die Ebene 2 seit 2 Jahren unbefahrbar ist und Quartiere wie Altenhagen und Wehringhausen mit baulichen, strukturellen und sozialen Problemen kämpfen, scheinen sich jetzt möglicherweise Zukunftsperspektiven abzuzeichnen. 

Der HagenPakt 2026

Am 20.05.2026 unterzeichneten Landesbauministerin Ina Scharrenbach und Oberbürgermeister Dennis Rehbein den HagenPakt. "Die Stadt Hagen hält eine Marktbereinigung durch einen Rückbau von Wohnungen zur Reduzierung des auf derzeit 3.200 Wohneinheiten geschätzten Wohnungsüberhangs für nötig. Im Stadtgebiet wurden davon rund 350 als sogenannte „Problemimmobilien“ identifiziert. Ziel ist es, in den nächsten 10 Jahren 600 Wohneinheiten zurückzubauen, 1.000 Wohneinheiten zu modernisieren und eine Anpassung der städtischen Infrastrukturen vorzunehmen. Die Stadt Hagen hat nach einer gesamtstädtischen Betrachtungsanalyse den Fokusraum „Altenhagen – Eckesey – Bahnhofsquartier – Wehringhausen – Haspe“ identifiziert: Dieser Raum zeichnet sich durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an erwerbslosen und damit auf Leistungen nach dem SGB II angewiesenen Personen aus. Zugleich sind zunehmend Binnen- oder Abwanderungstendenzen von ökonomisch besser gestellten Haushalten zu beobachten. In dem stadtseitig identifizierten Fokusraum befinden sich 231 von rund 350 als „Problemimmobilie“ eingestufte Gebäude – mithin 66 Prozent". (Land NRW).

Grüne Brücke sieht die Chance der strukturellen Verbesserung herausgeforderter Quartiere, Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität und wichtiger Schritte in Richtung grünen Transformation der Stadt. Der Prozess muss aber durch die Bürgerschaft begleitet werden. Erfahrungen eines Modellvorhabens in NRW zeigen, dass das Risiko besteht, schnellen Abriss dem Erhalt von Bestandsgebäuden den Vorzug zu geben. Siehe: UMnutzungslabor.

Beteiligungsmarkt zum "Zielvorhaben Sanierung im Bereich Eastside, Bahnhof, Altenhagen" am 16.06.2026

Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes und die beteiligten Planungsbüros Stadtguut und Stadtraumkonzept informierten  über die Ergebnisse der (gesetzlich vorgeschriebenen) Bürger- und Eigentümerbefragung im zukünftigen möglichen Sanierungsgebiet. Lukas Giacinto, Stadtplanungsamt, und Herr Gudewer von Stadtguut stellten sich den Fragen der Anwohner und Eigentümer.

Neben den Dauerthemen Sauberkeit und Sicherheit waren viele Rückfragen geprägt durch die Sorge, der Abriss der Ebene 2 / Altenhagener Brücke parallel zur umfassenden Sanierung der Problemimmobilien im Rahmen des Hagen-Pakts könne zum Chaos im Quartier führen. 

Das Planungsamt versprach, fortlaufend über die nächsten Schritte in der Presse und über die Homepage der Stadt zu informieren. 

Für Rückfragen zum Planungsprozess stehen weiter Herr Lukas Giacinto, Tel. 02331 207-3376, Mail lukas.giacinto@stadt-hagen.de, sowie die Herren Henrik Freudenau und Bastian Rinke von Stadtraumkonzept, Tel. 02331 999937-0, Mail vu-hagen@stadtraumkonzept.de zur Verfügung.

Städtebauliche Zielkonzeption 
„Quartier am Hauptbahnhof (Eastside) und angrenzende Bereiche“ 2025
 

ist der Titel einer Beschlussvorlage, die am Donnerstag, 5.06.2025 in der Bezirksvertretung Mitte vorgestellt wurde. Pressemitteilung der Stadt und Artikel der WP sprachen von einer Vision für den Bahnhofsbereich und Altenhagen. Der Begriff Vision läßt aufhorchen. 

Fördermittel und Vorkaufsrecht

Beruhend auf einem Beschluss des Rates vom Februar 2024 soll ein Sanierungsgebiet im Bereich Eastside (Bahnhofsbereich) und im unteren Altenhagen (siehe Skizze) ausgewiesen werden. Die Erstellung der Zielkonzeption ist der nächste Schritt in einem Planungsverfahren, dass sich nach Auskunft des Fachbereichs 61 - Stadtplanung - der Verwaltung über 10 bis 15 Jahre erstrecken soll. Die Zielkonzeption soll Grundlage eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (InSEK) als Voraussetzung zum Einwerbung von Fördermitteln werden. Zeitgleich soll ein Beschluss des Rates bzgl. eines Vorkaufsrechts der Stadt für die im Sanierungsgebiet ausgewiesenen Flächen angestrebt werden. Die endgültige Beschlussfassung im Rat soll am 3.07.2025 erfolgen. 

Die informative Präsentation wurde von Anna Terletzki, Stadtplanungsamt, engagiert erläutert und von der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen. Es wurde aber auch klar, dass viele Fragen noch ungeklärt sind, z.B. die Abstimmung der Verkehrsplanung um die Altenhagener Brücke und die Ebene 2 mit dem Sanierungsvorhaben wie auch die Verbindung zwischen East- und Westside (Bahnhofstunnel?).

Frau Terletzki machte deutlich, dass die weiteren vorbereitenden Planungen in enger Abstimmung mit der Bürgergesellschaft, insbesondere den Anwohnern der betroffenen Quartiere, erfolgen soll. Wir werden weiter berichten. 

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