Das Jahr neigt sich rasant dem Ende zu. Ein Anlass, eine kurze Bilanz zu ziehen.
Highlights des Jahres: Stadtteiltag 2025 und Sanierungskonzept Bahnhofsbereich und Altenhagen….
Brücke als Park
Unser Gründungsimpuls als Verein „Grüne Brücke Hagen“ war, die offensichtlich marode, für den Autoverkehr nicht mehr geeignete Brücke in einen „Park für Fußgängerinnen und Radfahrer in luftiger Höhe“ umzugestalten - orientiert an der bekannten Highline in New York. Ähnlich der Landmarken der Route Industriekultur hätte dieses Vorhaben eine Attraktion für die Stadt Hagen, auch für den Stadtteil Altenhagen - im Sinne einer ökologischen und sozialen Transformation - werden können.
Über dieses konkrete Vorhaben hinaus war immer unser Ziel, eine gesamtstädtische Diskussion über Potentiale für eine ressourcenorientierte Quartiersentwicklung in Gang zu setzten - von Anfang an wissend, dass das konkrete Brücken-Projekt unter dem Vorbehalt des baulichen und statischen Zustandes der Brücke steht.
Das politische Fazit - nach mehrjährigen Untersuchungen und Debatten: Der Abriss ist alternativlos - er soll 2026 passieren.
Jedoch: Es ist eine breite Debatte in der Hagener Stadtgesellschaft und auch überregional erzeugt worden über die zukünftige Mobilität und die Entwicklungsmöglichkeiten des Stadtteils.
Ein Ergebnis: Ein Teil der betroffenen Stadtteilquartiere ist in die Sanierungspläne der Stadt aufgenommen worden.
Erstes Stadtteiltag 2024
Durch auskömmliche Förderung des RKP NRW konnten wir 2024 eine Reihe von sozialpädagogischen und kunstpädagogischen Einzelmaßnahmen im Stadtteil durchführen, in Kooperation mit der Sekundarschule Altenhagen und dem Friedenshaus der Falken - mit dem Ziel, ein großes interkulturelles Fest durchzuführen, wo die Ergebnisse präsentiert werden sollten.
Ein Fest für die Bewohner*innen des Stadtteils- Jung und Alt- unter Mitwirkung der im Stadtteil aktiven Organisationen.
Der Veranstaltungsort- der Friedensplatz - Quartierszentrum und Marktplatz - ist auch auch der Ort, an dem sich vor allem die Jugendlichen in ihrer Freizeit treffen.
Unser Fest wurde im Tagesverlauf von mehr als 1.000 Menschen besucht und fand auch kommunalpolitisch die große Beachtung, die dem Stadtteil bisher nicht entgegengebracht wurde.
Sehr hilfreich war die Unterstützung durch das Altenhagener Forum, einem Ort, an dem sich die im Quartier tätigen sozialen Einrichtungen und interessierte Bürger*innen austauschen können.
Gemeinsam ist es uns gelungen, die Vernetzung der Akteure und Institutionen des Stadtteils ein gutes Stück voran zu bringen. Seit Sommer 2025 ist der Verein Grüne Brücke Hagen auch im Sprecherrat des Altenhagener Forums vertreten.
Stadtteiltag Altenhagen 2025:
Mitglieder des AH-Forums haben uns angefragt, auch im Jahr 2025 ein Stadtteilfest zu organisieren. Die örtlichen Familienzentren haben uns auskömmliche finanzielle Unterstützung gewährt, auch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW stellte im Rahmen des Förderprogramms - Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und für sozialen Zusammenhalt - einen Förderbetrag zur Verfügung. Zusätzlich zu den bisher vertretenen sozialen Einrichtungen und Initiativen war erstmalig auch das städtische Planungsamt mit einem Stand auf dem Fest vertreten, um Sanierungspläne im Bahnhofsbereich - Altenhagen vorzustellen und mit Anwohnern ins Gespräch zu kommen.
In der Folge hat das Planungsamt seine Kooperations-absichten konkretisiert, im Altenhagener Forum Planungsbedarfe abgefragt, Formen der Partizipation angesprochen und dabei die Notwendigkeiten einer fachbereichs- und dezernatsübergreifenden Planung für den Stadtteil anerkannt. Dies ist für die städtische Verwaltung in Hagen ein bisher einmaliger Vorgang.
Fazit und Ausblick:
Im Vergleich zu anderen Kommunen sind die Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen noch wenig entfaltet. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Migrantenorganisationen und Eigeninitiativen in Kooperation mit der Verwaltung und der Kommunalpolitik zu vertiefen, sollte Ziel einer auf Partizipation ausgerichteten Quartiersentwicklung sein.
Als Verein Grüne Brücke Hagen werden wir weiter versuchen, Anregungen zu geben, Initiativen anzustoßen und dabei auf Erfahrungen anderer Kommunen aktiv Bezug nehmen. Dabei sehen wir das Altenhagener Forum als zentralen Ort der Koordination.
Konkrete Unterstützungsmöglichkeiten sehen wir für uns als Verein in der Realisierung von Projekten mit Kindern und Jugendlichen vor Ort: Die Hürden und Hindernisse sind groß genug. Es gibt erste erfolgreiche Ansätze: Das diesjährige Weihnachtsmärchen der „Jungen Bühne“ des Hagener Stadttheaters spielt in Altenhagen, die private Initiative „Kulturkoffer Altenhagen“ bietet Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche an, das Jugendzentrum „Friedenshaus“ schafft es zunehmend, dass auch Jugendliche unterschiedlicher ethischer Zugehörigkeit miteinander in der Freizeit Kontakt aufnehmen.
Die Planung eines kommenden Stadtteilfestes 2026 kann die Vernetzung und Kooperation weiter forcieren, wenn noch mehr Aktive aller Nationen vor Ort sich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligen und dabei auch ihr persönliches Umfeld einbeziehen. Daran werden wir mit Nachdruck arbeiten. Verein Grüne Brücke Hagen e.V.




